Effiziente Kommissionierung

beladen von LKW in Logistikhalle // shippingAls Kommissionierung bezeichnet man die Zusammenstellung von Produkten zu einer kompletten Bestellung. Dabei handelt es sich zumeist um Kundenbestellungen, die von Mitarbeitern bearbeitet und zusammengestellt werden. Diese bezeichnet man beispielsweise als Kommissionierer oder Picker.
Für unterschiedliche Zusammensetzungen der Aufträge gibt es natürlich auch unterschiedliche Kommissionierungsmethoden, die perfekt auf die Bedürfnisse der Kunden abgestimmt sind. Die erste Methode ist die sogenannte auftragsorientierte Kommissionierung. Bei dieser Art geht es darum, dass ein Mitarbeiter einen Auftrag aus verschiedenen Lagerzonen zusammenstellen kann. Diese Methode ist die am häufigsten verwendete, da sie nicht sehr fehleranfällig ist und leicht von der Hand geht. Mit das einzige Problem dabei ist die lange Bearbeitungsdauer, da die Kommissionierungswege oft sehr lang sind. Die nächste gängige Möglichkeit ist die parallele Kommissionierung, bei der ein Auftrag nicht komplett bearbeitet sondern in die einzelnen Ladezonen unterteilt wird. Folglich können Mitarbeiter in den einzelnen Zonen den Auftrag gleichzeitig bearbeiten und somit für eine effiziente Kommissionierung sorgen. Dadurch können die Durchlaufzeiten erheblich gesenkt werden, allerdings ist die Verteilung der Aufträge hierbei problematisch. Gleichzeitig ist die Zusammenführung der Einzelaufträge zu einem kompletten Auftrag nicht immer einfach und auch die ungleichmäßige Belastung der einzelnen Bereiche muss koordiniert werden. Die dritte Methode ist die serienorientierte Kommissionierung. Die eingehenden Aufträge werden zu kompletten Serien zusammengefasst und dann auf die einzelnen Zonen verteilt. So kann beispielsweise ein einzelnes Produkt, dass von vielen Kunden bestellt wurde, in mehreren Aufträgen verkommen, aber einheitlich in einer Zone gesammelt und bereitgestellt werden. Die gesammelten Produkte können dann vor Ort den jeweiligen Aufträgen zugeordnet werden, das ebenfalls eine effiziente Kommissionierung gewährleistet.

Mit der größte Vorteil dieser Methode ist die Planung der Lagerplätze, denn es wird pro Serie nur ein einziger Lagerplatz benutzt. Bei den anderen Methoden wird jedem Kundenauftrag ein eigener Platz zugewiesen. Nichts desto trotz sind die Durchlaufzeiten vergleichsweise hoch, denn vor allem die Vorbereitung und die letztendliche Zusammensetzung der einzelnen Aufträge sind nicht einfach, da ein hoher EDV-Einsatz von Nöten ist. Eine Verbesserung der Auftragsdauer lässt sich durch die sog. Stichgangstrategie erzielen. Hierbei werden beliebte Produkte ganz in der Nähe des Versandplatzes platziert, während die Ladenhüter die hinteren Plätze des Lagers belegen. Allgemein bietet einen durchgeplante Lagerlogistik zahlreiche Vorteile, denn lange Wege für die Mitarbeiter sind nicht nur anstrengend für das Personal sondern erhöhen auch die Bearbeitungsdauer und damit die Bearbeitungskosten. Eine optimierte Kommissionierung bedeutet aber auch einen erhöhten Kapitalaufwand, der in der Regel allerdings nur einmalig anfällt. Die Kunden werden es dem Anbieter danken, denn schnelle Lieferzeiten sind bei der heutigen Konkurrenzsituation ein Muss.

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